Mehr Kapazität und mehr Autarkie durch den Wechsel auf LiFePO4
Viele Wohnmobilbesitzer starten mit einer klassischen AGM-Aufbaubatterie. Diese funktioniert zuverlässig, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem mehr Kapazität, schnelleres Laden und mehr nutzbare Energie gewünscht werden.
Bei diesem Fahrzeug stand genau dieser Schritt an:
Der Wechsel von AGM auf moderne LiFePO4-Technik.
Ziel war es, die vorhandene Stromversorgung deutlich zu verbessern und mehr Unabhängigkeit unterwegs zu erreichen.
Die Ausgangssituation
Verbaut war ursprünglich eine AGM-Batterie.
Der vorhandene Einbauplatz befand sich in der Seitensitzbank.
Die Herausforderung:
Die vorhandene Halterung war ursprünglich nur für eine AGM-Batterie ausgelegt.
Da zukünftig mehr Kapazität zur Verfügung stehen sollte, sollten dort zwei LiFePO4 Batterien mit jeweils 150Ah Platz finden.
Das ergibt:
2 × 150Ah LiFePO4 = 300Ah Batteriekapazität
Damit steht deutlich mehr nutzbare Energie zur Verfügung als mit einer vergleichbaren AGM-Lösung.
Anpassung des Einbaus
Da die vorhandene Halterung nicht für zwei Batterien ausgelegt war, musste die Befestigung angepasst werden.
Der vorhandene Gurtbock wurde entfernt und der Einbaubereich entsprechend angepasst.
Um ein Verrutschen der Batterien während der Fahrt zu verhindern, wurden zusätzliche Sicherungen angebracht:
- stabile Aluwinkel zur Positionierung
- Verbindung der Batterien mit 35mm² Kabel
- zusätzliche Sicherung mit einem Spanngurt
Gerade bei mobilen Anwendungen ist eine sichere Befestigung besonders wichtig.
Eine Batterie muss auch bei Bremsungen oder schlechten Straßenverhältnissen sicher an ihrem Platz bleiben.
Elektrischer Anschluss und Umstellung auf Lithium
Nach dem mechanischen Einbau erfolgte der elektrische Anschluss.
Die beiden LiFePO4 Batterien wurden miteinander verbunden und in das bestehende Bordnetz integriert.
Anschließend wurden die Lade- und Entladeeinstellungen angepasst.
Alle verfügbaren Komponenten wurden, soweit möglich, auf Lithiumbetrieb umgestellt.
Nach der Umstellung:
- Lithium-Profil aktiviert
- Ladeeinstellungen angepasst
- Stromversorgung eingeschaltet
Das Ergebnis:
Strom war sofort vorhanden.
Einrichtung der Batterie-App und Zugriffsschutz
Nach dem erfolgreichen Start wurde die App eingerichtet.
Dabei wurde direkt der integrierte Fremdzugriffschutz aktiviert.
Damit bleibt die Kontrolle über die Batterieeinstellungen geschützt und ungewollte Änderungen über Bluetooth werden verhindert.
Gerade bei modernen LiFePO4 Batterien mit BMS ist diese Funktion ein wichtiger Punkt für Sicherheit und zuverlässigen Betrieb.
Mehr Freiheit unterwegs
Durch den Umbau auf zwei 150Ah LiFePO4 Batterien stehen jetzt insgesamt 300Ah zur Verfügung.
Damit verbessert sich die Energieversorgung deutlich:
- längere Standzeiten ohne Nachladen
- mehr nutzbare Kapazität
- bessere Möglichkeiten für zukünftige Erweiterungen
Ein weiterer Schritt könnte später noch ein Wechselrichter sein.
Damit wäre es möglich, auch 230V-Verbraucher unterwegs zu nutzen und die elektrische Ausstattung weiter auszubauen.
Fazit: AGM war gestern – LiFePO4 bringt mehr Möglichkeiten
Der Umbau zeigt:
Auch wenn ein vorhandener Einbauplatz nicht perfekt für eine größere Lithiumlösung vorbereitet ist, lassen sich mit einer sauberen Planung passende Lösungen umsetzen.
Der Wechsel von AGM auf LiFePO4 bringt besonders im Wohnmobilbereich viele Vorteile:
- mehr nutzbare Energie
- geringeres Gewicht
- höhere Lebensdauer
- bessere Möglichkeiten für autarkes Reisen
Mit 2×150Ah LiFePO4 ist dieses Wohnmobil beim Thema Stromversorgung jetzt deutlich besser für längere Standzeiten vorbereitet.